Wie dämmt man das Dach eines Haus richtig?

Wärmedämmung

Ein verliert Wärme nicht nur durch seine Außenwände und Böden, sondern auch über sein Dach. Deshalb ist eine gute Dachdämmung mit effizienten Dämmstoffen sehr wichtig, denn sie minimiert die Energieverluste: bis zu 30 Prozent Wärme entweichen über das Dach, wenn es denn schlecht gedämmt ist. Das Dach eines Hauses schützt aber auch vor Umwelteinflüssen wie starke Hitze und Regen. Deshalb sind ein guter Wärmeschutz und eine optimale Dachdämmung sehr wichtig. Denn eine gute Wärmedämmung am Dach bedeutet bares Geld sparen und eine optimale Dachdämmung schützt zudem vor Umwelteinflüssen wie Hitze, Kälte und Regen. Die richtige Dachdämmung setzt den Einsatz der richtigen Wärmedämmstoffe voraus.

Dach – früher und heute

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurden Dächer von Häusern gar nicht gedämmt. Solche Häuser sieht man heute noch. Und gerade im Winter wird bei ihnen die fehlende Wärmedämmung sichtbar: Während auf gedämmten Dächern Schnee liegen bleibt, schmilzt dieser bei nicht oder schlecht gedämmten Dächern schnell weg. Bei solchen Häusern wird Heizenergie verschwendet, während eine gute Wärmedämmung das Gebäude vor unnötigen Energieverlusten schützt – und nicht nur das. Denn an heißen Tagen im Sommer bleibt es in den Räumen unter dem Dach angenehm kühl.

Bedeutung der Dachdämmung im Wandel

Seit den 70er Jahren – damals war die Ölkrise – gerät das Thema Dachdämmung immer mehr in den Vordergrund. Damals gab man sich allerdings noch mit wenigen Zentimetern Dachdämmung zufrieden. Heute ist eine gute Dachdämmung mindestens 20 Zentimeter dick. Wie dick eine Dachdämmung für ein bestimmtes Haus tatsächlich sein muss, das hängt von der Wärmeleitfähigkeitsstufe (U-Wert) des eingesetzten Materials ab: Dieser Wert sagt aus, mit welcher Geschwindigkeit Wärme von einem bestimmten Material transportiert wird. Mineralwolle in guter Qualität hat beispielsweise eine Wärmeleitfähigkeitsstufe von 032, Polyurethandämmungen erreichen Werte von 024. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Wärmeleitfähigkeitsstufe, desto effizienter die Dachdämmung und umso dünner kann die Dämmschicht ausfallen.

Was ist wichtig bei Dämmungsarbeiten?

Wie bei allen Dämmungsarbeiten gilt auch bei der Dachdämmung: Präzision ist wichtig! Jeder noch so kleine Abstand zwischen den Dämmstoffen macht eine optimale Dachdämmung zunichte, außerdem kann er zur Nässebildung und in der Folge zu Schäden am Gebäude führen. Diese Schäden mögen anfangs nicht besonders ins Gewicht fallen, trotzdem summieren sie sich mit der Zeit, sodass eine Sanierung des Dachbodens notwendig wird. Des Weiteren gibt es bei der Dachdämmung die Frage nach der Dicke des Dämmstoffes, wobei bei einem bewohnten Dachboden ein U-Wert von 025/qm K vorgeschrieben ist. Beim Einsatz von Glaswolle beispielsweise bedeutet dies eine 16 cm dicke Dämmschicht. Grundsätzlich gilt: Mehr ist immer besser.

Methoden zur Dachdämmung

Bei der Dachdämmung gibt es die klassischen Methoden der Zwischen- und Untersparrendämmung. Außerdem gibt es die Möglichkeit das Dach oberhalb der Sparren zu dämmen, was sich hauptsächlich dann anbietet, wenn bereits eine Dachsanierung mit neuer Eindeckung des Daches geplant ist. Denn hier müssen die Dachziegel abgedeckt werden, damit die Aufsparrrendämmung angebracht werden kann. Bei der Aufsparrrendämmung werden Dämmstoffe wie Polystyrol- oder auch Polyurethan Platten verwendet, aber auch natürliche Dämmstoffe wie Zelluloseplatten und Hanfmatten kommen zum Einsatz.

foto:© Kzenon – Fotolia.com

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