Der Maschinen bau rüstet auf Gleitringdichtungen um

Dichtung

Damals wurden vor allem Stopfbuchspackungen als Dichtung für Pumpen verwendet. Durch diverse Umweltbestimmungen und Regelungen der betrieblichen Sicherheit war die Industrie gezwungen einen adäquaten Ersatz für eine Dichtung der Pumpe zu finden. Aus diesem Grund findet die Stopfbuchspackung nur noch selten ihre Anwendung, wie zum Beispiel bei Chemiepumpen oder bei der Abwassertechnik. Das neue Dichtungsprinzip sollte sicherstellen, dass Medien, die sehr heiß, ätzend, explosiv, oder ähnliches sind, nicht in die Umwelt gelangen. Die entwickelte Gleitringdichtung ermöglicht es, dass lediglich eine minimale, bzw. gar keine Leckage entsteht. Eine Leckage ist ein minimaler Verlust einer Flüssigkeit. Um es expliziter auszudrücken, ist eine Gleitringdichtung dafür zuständig, dass die Stelle, wo die rotierende Welle aus dem Pumpengehäuse herausführt, dicht ist.

Einsatz doppeltwirkender Gleitringdichtung

Diese Gleitringdichtung lässt sich in einfachwirkende und doppeltwirkende Gleitringdichtungen unterscheiden. Die einfachwirkende Gleitringdichtung wird durch einen einfach Gleitring und Gegenring abgedichtet. Sollte die Gleitringdichtung hier nur einmal ausfallen, so können die Medien ungehindert in die Umgebung austreten. Dies ist vor allem bei explosiven oder ätzenden Medien eine große Gefahr für die Umwelt. Um eine erhöhte Betriebs- und Umweltsicherheit zu ermöglichen, setzen viele Unternehmen eine doppeltwirkende Gleitringdichtung ein. Sollte die einfachwirkende Gleitringdichtung ausfallen, so gelangt trotzdem keine Förderflüssigkeit nach außen. Es wird also ersichtlich, wie es der Name schon vermuten lässt, dass eine doppeltwirkende Gleitringdichtung aus zwei einfachwirkenden Gleitringdichtungen besteht. Sollte die erste Gleitringdichtung ausfallen, so kommt die zweite Gleitringdichtung zum Einsatz. Damit, im Falle des Ausfallens, die Förderflüssigkeit die zweite Gleitringdichtung nicht verschmutzt oder beschädigt, wird eine sogenannte Sperrflüssigkeit mit einem Druck verwendet. Dieser Druck liegt meist zwischen ein und zwei Bar über dem Druck der Sperrflüssigkeit.

Dieses Prinzip heißt auch Sperrdrucksystem und ist vergleichbar mit dem Thermosyphonsystem. Durch einen Behälter, der den Druck der auf die Gleitringdichtung wirkt prüft, kann man den Zustand der Gleitringdichtung durchgehend kontrollieren. Sollte der Druck abnehmen, so ist dies ein Indiz dafür, dass die Gleitringdichtung nicht mehr richtig abdichtet und Leckage austritt. In diesem Fall sollte die Gleitringdichtung ausgewechselt, bzw. repariert werden.  Sollte man also, egal ob bei dem heimischen Pool, oder bei einer Chemipumpe auf Nummer sicher gehen wollen, so sollte man sich von verschiedenen Unternehmen einfach ein Angebot für eine doppeltwirkende Gleitringdichtung einholen und diese verwenden.

foto:© withGod – Fotolia.com

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